Ringsheim zieht euphorische Jubiläumsfest-Bilanz
Fest-Chef Thomas Maurer: „Ich war überwältigt von den vielen Helferinnen und Helfern, die bereits an den Aufbautagen mit angepackt und gemeinsam dazu beigetragen haben, unser Festgelände zu einem ganz besonderen Ort zu machen. Dieser Einsatz, dieser Zusammenhalt und dieser Gemeinschaftssinn haben mich tief beeindruckt. Wenn es uns gelingt, diesen Spirit auch über das Jubiläumsjahr hinaus zu bewahren, dann ist mir um die Zukunft Ringsheims nicht bange.“
An allen Tagen waren die Plätze in den Lauben der Vereine bzw. die Stände und Bars auf dem Gelände nahezu durchgehend besetzt. Tausende große und kleine Essen wurden frisch zubereitet, angerichtet und den Gästen serviert. Das Angebot war immens. Dazu verschiedenste kühle Getränke sowie natürlich der Ringsheimer Jubiläumswein.
Die Haupt-Organisatorin des Jubiläumsjahres und damit auch des Festes im Rathaus, Eva Obergföll, ist ebenfalls erleichtert und glücklich: „Über ein Jahr der Vorbereitung und Planung ist nun Wirklichkeit geworden. Die Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee war von Anfang an fantastisch. Hand in Hand wurden die einzelnen Ideen entwickelt, umgesetzt und mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Entstanden ist ein verlässliches und engagiertes Team, das mit viel Leidenschaft, Herzblut und Einsatz dabei war. Diese besondere Atmosphäre und die gemeinsame Begeisterung konnten unsere Besucher auf dem gesamten Festgelände spüren.“
Vor den Festbühnen mit dem bunten Musikprogramm vergnügten sich hunderte Besucher und lauschten den Klängen. Egal ob moderner Pop, Blasmusik, eher ruhige Rhythmen oder Schlager und Partymusik, die zahlreichen Gäste kamen bis tief in die Nächte auf ihre Kosten und spendeten zu hunderten begeisternden Beifall.Besonders erwähnenswert war in diesem Zusammenhang der Auftritt der Bergmannskapelle Wieden am Sonntag, die extra nach Ringsheim gereist sind, um auf dem passend geschmückten Rathausplatz mit traditionellen Klängen an die Bergwerkstradition zu erinnern, natürlich durfte das „Steigerlied“ in der schmucken, vollständig getragenen Bergmannsuniform nicht fehlen.
Große Aufmerksamkeit erregte bei den Besuchern selbstverständlich Europas größte Hochseil-Show, die insgesamt vier Mal zu sehen war, zusätzlich noch zweimal eine kleinere historische Show. Den tausenden Besuchern stockte der Atem, als die Artisten mit dem Motorrad in 40m Rennen fuhren und Kunststücke zeigten. Gesteigert wurde dieses Erlebnis nur noch durch die Artistik und den Handstand von Natalia Weisheit ganz oben auf dem 62m hohen Mast, der sogar die Ringsheimer Kirche deutlich überragte. Oben angekommen faszinierte Sie mit Kopfstand, lebender Fahne sowie sogar einem Trompetensolo. Tausende Besucher blickte bei jeder Veranstaltung gebannt „nach oben“. Rathausplatz und Rathausstaße waren
jedes Mal komplett von den Zuschauermassen gefüllt.
Im großen Kinder- und Jugendbereich herrschte an allen drei Tagen reichlich Andrang und beste Stimmung. Ein buntes Programm wurde auch dort geboten. Von Vorlesestunden über einen großen Sandkasten, Bungee-Trampolin oder dem
Tischtennismobil bis hin zum Schießstand oder der Kinderturnwelt, alle Sinne und Vorlieben der Kleinsten wurden bedient. Dort begegnete man an Buden und Bannern selbstverständlich überall den beiden Figuren „Ringsi&Traubi“, die im Rahmen des
Jubiläumsjahres als Botschafter Ringsheims für die Kinder kreiert wurden.
Auch das finanzielle Ergebnis für die Gemeinde Ringsheim als Veranstalter passt, soweit man jetzt schon Zwischenbilanz ziehen kann. Dazu haben die über 20 starken Partner mit dem Hauptsponsor Simona AG an der Spitze beigetragen. Ohne deren
Unterstützung hätte das Jubiläumsfest, aber auch das ganze Jahr so nicht umgesetzt werden können. Dafür dankt die Gemeinde allen Sponsoren herzlich. Dem Gemeinderat war es stets wichtig, dass Jubiläum und kommunale
Projekte/Infrastrukturmaßnahmen oder Förderungen nicht gegeneinander ausgespielt werden oder es zu Einschränkungen oder Prioritätenverschiebung kommt. Deshalb wurden die kommunalen Mittel für das gesamte Jubiläumsjahr inkl.
Fest auf insgesamt 80.000 Euro gedeckelt.
Bürgermeister Pascal Weber ergänzt dazu: „Es war unglaublich schön zu sehen, wie ein ganzer Ort zusammen gearbeitet, einander geholfen und gemeinsam gefeiert hat. Jeder dabei nach seinen Möglichkeiten, jeder an seinem Platz! Ohne dieses riesige
ehrenamtliche Engagement wäre es nicht möglich gewesen. Das zeichnet Ringsheim aber aus, das macht uns stark. Ich hoffe, wir können diesen örtlichen Zusammenhalt in die nächsten Jahre weiter mitnehmen.“
Besonders und von ganzem Herzen dankt der Bürgermeister zusammen mit dem Organisationskomitee allen Anwohnerinnen und Anwohnern für das große Verständnis für die Belastungen und Einschränkungen. Nicht nur an den drei
Festtagen, sondern auch beim Auf- und Abbau. Nächstes Jahr, wenn wieder ein „Normales“ Wein- und Gassenfest gefeiert wird, werden die Belastungen auch wieder etwas sinken, so die Einschätzung der Verine sowie der Gemeinde.
Auch Polizei und Rettungskräfte können eine überaus bemerkenswert positive Bilanz ziehen. Es kam, trotz der vielen Gäste, zu keinerlei größeren Verletzungen oder Einsätzen. Pflaster und Präsenz reichen völlig aus, größere Einsätze waren nicht zu
registrieren. Das Verkehrs- und Parkierungskonzept funktionierte perfekt. „Auch das ist doch eine unglaublich schöne Nachricht“, so Bürgermeister Pascal Weber.
Die Feierlichkeiten rund um „800 Jahre Ringsheim“ sind aber mit dem großen Jubiläumsfest noch nicht zu Ende. Der Ort feiert weiter! Die noch ausstehenden Programmpunkte bis zum Jahresende sind noch ein extra für Ringsheim
geschriebenes Theaterstück, welches im November zu sehen sein wird, Ende November das große Jubiläumskonzert der Musikkapelle, welche dieses Jahr parallel ihr 175-jähriges Bestehen feiert, ein besonderer Weihnachtsmarkt am 06. Dezember
im Bereich des ehemaligen Bergwerks „Kahlenberg“ (jetzt Deponie), sowie eine Silvesterparty im Bürgerhaus, mit dem die Gemeinde dann „aus dem Jubiläumsjahr heraus“ feiert
